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Heizkörper oben warm unten kalt – Was ist zu tun?

Draußen ist es im Winter kalt und man möchte einfach nur schnell ins Warme. Nun nichts wie ab nach Hause unter die warme Decke und den Heizkörper aufdrehen. Doch, was wenn dieser einfach nicht warm werden will.

Viele Menschen haben das Problem, dass die Heizung zwar oben warm wird, sie jedoch unten kalt bleibt. Dies muss in erster Linie nicht zwangsläufig an einem Defekt der Heizung liegen. Schaltet man den Heizkörper gerade erst an, so ist es völlig normal, wenn er unten zunächst kalt bleibt. Dies liegt daran, da das kühle Wasser im Inneren zuerst nach unten absinkt. Sollte der Heizkörper dennoch nach einiger Zeit unten komplett kalt bleiben, so kann durchaus ein Problem vorliegen. Nun gilt es die Ursache zu erforschen.

Die verschiedenen Ursachen

Der Grund, weshalb der Heizkörper unten kalt bleibt, kann verschiedene Ursachen haben. Der häufigste Grund ist an dieser Stelle, dass sich Luft im Heizkörper befindet. Diese verhindert einen optimalen Wärmeaustausch. Vor allem über die Sommermonate, in denen man den Heizkörper selten aufdreht, kann sich schnell Luft ansammeln.

Eine weitere simple Ursache könnte sein, dass das Ventil klemmt. Dieses reguliert, wie viel Wasser durch den Heizkörper läuft. Ist das Ventil falsch eingestellt oder verklemmt, so kann zum Beispiel nicht genügend Wasser durch den Heizkörper laufen und er bleibt unten kalt.

Heizkörper oben warm unten kalt

Des Weiteren kommt es vor, dass nicht genügend Wasserdruck auf der Heizung ist. Das Wasser verdunstet mit der Zeit in den Rohren. Zudem kann es sein, dass das Wasser in den Rohrleitungen ungleichmäßig verteilt ist. Auch an dieser Stelle bleibt mitunter der Heizkörper unten kalt.

Der Klassiker bei den kalten Heizkörpern ist, dass das Thermostat falsch eingestellt ist. Moderne Systeme können beispielsweise via App gesteuert werden, was auch seine Tücken aufweist. Heizungen, welche mit einer Umwälzpumpe betrieben werden, können ihre Ursache auch hier haben. Deshalb lohnt sich auch ein Blick auf diese.

Die Heizung entlüften

Möchte man eine Heizung entlüften, so sollte man zunächst die Umwälzpumpe abschalten. Beim Entlüften der Heizung dreht man das Ventil ein wenig auf. Nun entweicht die Luft aus dem Heizkörper. Hören Sie ein leichtes Zischen, so sind Sie auf dem richtigen Weg. Ist dieses wieder verschwunden, so kann das Ventil wieder zugedreht werden. Genauer Informationen zum Thema Entlüften der Heizung finden Sie in einem anderen Artikel.

Das Ventil klemmt!

Hat man das Thermostatventil als Ursache ausgemacht, so muss man dieses lösen, wenn es verklemmt ist. Dafür schraubt man zunächst den Thermostatkopf ab, welcher zur Regelung des Heizkörpers verwendet wird. Nun kann man das Ventil gut sehen. Dort befindet sich ein kleiner Stift, welcher womöglich verklemmt ist. Dieser Stift regelt die Wasserzufuhr. Ist dieser Stift fest im Ventil, so kann das Wasser nicht ordentlich geregelt werden.

Den Stift kann man einfach mit einer Zange entfernen. Lässt sich dieser auch bei einer hohen Kraftanstrengung nicht lösen, so kann man Haushaltsmittel zur Hilfe nehmen. An dieser Stelle eigenen sich handelsübliche Fette oder Öle. Ist der Stift gelockert, so kann man diesen im Anschluss einfach wieder vorsichtig in das Ventil stecken. Der Heizkörper sollte nun wieder überall warm werden.

Die Probleme beim Druck

Das Wasser im Heizsystem sucht sich stets den Weg des geringsten Widerstandes. Sind also die Rohre und Leitungen undicht, so kann der Druck schnell entweichen. Ob der Druck stimmt, kann man durch einen Blick auf das Manometer herausfinden. Dieses befindet sich bei vielen Haushalten im Keller. Der optimale Druck der Heizung sollte zwischen 1,2 und 1,8 bar liegen.

Natürlich können diese Werte, je nach Größe der Heizanlage, etwas abweichen. Werden die Werte jedoch stark unterschritten, so muss man von einem Druckverlust ausgehen.

Nun muss man die einzelnen Rohre, Pumpen und Ventile neu aufeinander abstimmen und eventuell die undichten Stellen ausmerzen. Als Laie ist dies jedoch sehr schwierig. Deshalb ist es ratsam, wenn man sich mit einem undichten Heizungssystem an einen Fachmann wendet. Sind die einzelnen Elemente gut eingestellt und dicht profitiert man nicht nur von einer warmen Heizung, sondern auch von einem geringeren Energieverbrauch. Auf diese Weise lassen sich zudem Heizkosten sparen.

 

Die Einstellung des Thermostats

Viele Anlagen ermöglichen in der heutigen Zeit die Steuerung per App. Was zunächst bequem ist, kann jedoch auch eine große Fehlerquelle darstellen. Oftmals liegt der Fehler darin, dass das falsche Programm ausgewählt wurde. So wurde beispielsweise ein Nachtprogramm für den Tag eingestellt. Hier hilft mitunter ein Blick in die App. Man sollte sicherstellen, dass die Heizung auch tatsächlich auf „heizen“ gestellt ist.

Die Umwälzpumpe

Wird die Heizung unten nicht richtig warm, so kann dies durchaus auch an einer defekten Umwälzpumpe liegen. Der Klassiker ist an dieser Stelle, dass die Pumpe gar nicht erst eingeschalten ist. Man sollte überprüfen, ob die Umwälzpumpe leicht vibriert. Ist dies der Fall, so kann man von einem Gerät in Betrieb ausgehen.

Zudem sollte man sicherstellen, dass alle Rohre und Leitungen mit dem Kessel verbunden sind. Eine Heizung strahlt eine enorme Wärme ab. Deshalb sollten sich diese Rohre, trotz einer guten Isolierung, leicht warm anfühlen. Ist dies nicht der Fall, so liegt sehr wahrscheinlich ein Defekt der Umwälzpumpe vor. Auch hier kann nur der Fachmann weiterhelfen.

Neue Heizung durch die richtige Förderung

Ist der Defekt der Heizung so schlimm, dass diese nicht mehr vernünftig repariert werden kann, so muss eine neue her. Dies ist mitunter keine günstige Angelegenheit. Jedoch kann man an dieser Stelle von der sogenannten KfW-Förderung profitieren. Dabei handelt es sich um einen speziellen Kredit, welcher für das effiziente, nachhaltige und umweltschonende Bauen vergeben wird. Dazu zählt beispielsweise auch der Einbau einer neuen Heizungsanlage.

Die neue Energieeinsparverordnung schreibt sogar vor, dass alte Anlagen bis zu einem gewissen Stichtag erneuert oder ersetzt werden müssen. Dies gilt unter anderem für sehr alte Heizkessel. Auch die Isolierung der Leitungen, welche noch nicht entsprechend isoliert sind, wird in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. Der KfW-Kredit richtet sich sowohl an Personen die neu bauen und an diejenigen, welche renovieren.

Dabei wird das vorhaben mit einer bestimmten Summe gefördert. Sie können also auf einen Zuschuss des Bundes­amtes für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle bauen.

Es gibt diverse Finanzierungsmodelle, sodass man diese gut an den eigenen Bedarf und die eigenen Vorhaben anpassen kann.

Vor dem Kauf und dem Einbau einer neuen Heizungsanlage sollten Sie sich auf jedem Fall mit der KfW-Förderung auseinandersetzen.