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Heizung piept: So beheben Sie das Problem!

Wenn in der Wohnung die Heizung pfeift, können dafür mehrere Gründe verantwortlich sein. Dabei muss eine solche Anlage nicht automatisch defekt oder kaputt sein, jedoch der dort erzeugte Lärm kann einem mit der Zeit auf die Nerven gehen

Heizung piept: Gründe & Ursachen für das Piepen der Heizung

Der Artikel spricht die Gründe der Geräusche an und wie Sie diese beseitigen können und wann ein Fachmann einbezogen werden sollte.

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Eine der häufigsten Ursachen, wenn die Heizung laut piepst, ist Luft im Heizkörper. Ebenso kann als Ursache eine Falscheinstellung der Heizpumpe sein. Auch kann innerhalb des Heizungssystems eine falsche Wassermenge zirkulieren. Ebenso können Piep- und Knackgeräusche von schlecht gelagerten oder aneinander schlagenden Rohren herrühren. Auch ein zu niedriger Innendruck kann dafür die Ursache sein.

So verstummen piepende Heizkörper

Einer der häufigsten Gründe für das Pfeifen oder Piepen der Heizung ist, dass zu viel Luft innerhalb des Heizsystems vorhanden ist. Deshalb muss dann entlüftet werden. Hier wird dann durch eine Entlüftung nicht nur das Pfeifen beseitigt, sondern dieser Vorgang sorgt auch normalerweise dafür, dass sich innerhalb des Heizsystems das Wasser wieder richtig verteilt. Dadurch wird dann auch der Heizkörper danach wieder richtig warm.

 

Um einen solchen Entlüftungsvorgang durchzuführen, benötigt man einen Entlüftungsschlüssel sowie etwas handwerkliches Können. Zusätzlich müssen dann einige Vorbereitungen durchgeführt werden, bevor man mit dem eigentlichen Entlüftungsvorgang beginnen kann. Dazu gehört, dass die Umwälzpumpe ungefähr eine Stunde davor ausgeschaltet werden sollte. Dadurch gibt es keinen Durchfluss des Heizwassers mehr durch das System und als Folgewirkung wird keine Luft mehr aufgewirbelt. Beim eigentlichen Entlüftungsvorgang wird dann mit Hilfe des Entlüftungsschlüssels vorsichtig das Entlüftungsventil geöffnet. Wenn dann von dort aus ein Zwischen zu hören ist und keine Luft mehr entweicht, ist der Entlüftungsvorgang beendet, und das Ventil kann wieder geschlossen werden.

Heizung piept

Bei dem Entlüftungsvorgang kann eventuell Heizwasser austreten. Deshalb ist es sicherlich sinnvoll, eine Schale und ein Tucch zu nehmen und die Schale unter das Ventil zu stellen. Mit Hilfe des Tuches kann man dann, wenn Heizwasser ausgetreten ist, dies dann abtrocknen. Nach Abschluss der Entlüftung sollte auch der Druck der Heizungsanlage überprüft werden. Wenn dieser nicht im Bereich von 1 bis 1,5 bar liegt, ist es eventuell erforderlich, Wasser nachzufüllen.

 

Die Heizung piept in einem hohen Ton weiter, obwohl eine Entlüftung vorgenommen wurde – eine Ursache kann auch eine erhöhte Drehzahl der Umwälzpumpe sein. Oftmals befindet sich die Drehzahl von etwas älteren Geräten in der höchsten Stufe. Diese Einstellung ist aber normalerweise nicht erforderlich. Hier reicht dann auch eine geringere Drehzahl aus, um eine volle Heizleistung zu gewährleisten. Eine kleinere Drehzahl und die entsprechende Veränderung verringern den Lärm und senken auch dann die Kosten für den Heizverbrauch.

 

Die Heizung piept nachts – ein Grund kann auch an dem zu niedrigen Innendruck beim Heizungssystem liegen. Wenn man die Entlüftung durchgeführt hat und die Umwälzpumpendrehzahl nach unten gefahren wurde und der Pieps-Ton in voller Lautstärker weiterhin vorhanden ist, kann ein eventueller hydraulischer Abgleich hier helfen.

 

Ein weiterer Grund, dass Pieps- und Knackgeräusche entstehen, kann sein, dass die Heizungsrohre in Böden, Wänden oder auch Decken nicht spannungsfrei dort eingelagert worden sind. Aus diesem Grund können im Leitungssystem Spannungen entstehen, welche sich unter einer starken Geräuschentwicklung dann entladen. Hier muss dann der Installateur oder Heizungsprofi ran, weil diese Störungen nur schwer zu beheben sind.

Heizung pfeift

Auch können Pieps- und Klopfgeräusche aus der Wand kommen, wenn die Heizungsrohre zu nahe aneinander liegen. Wenn die Heizungsrohre in der Nähe der Kaltwasserrohre oder hier zu nahe liegen, besteht die Gefahr, dass beide aneinanderschlagen und dadurch Pieps- und Klopfgeräusche entstehen. Wenn dies der Fall ist, sollte man auch die Geräuschentwicklung achten, wenn heißes Wasser verbraucht wird. Hier muss dann auch der Installateur oder der Profi Abhilfe schaffen.

 

Ebenso kann die Ursache auch eine fehlerhafte Installation der Heizung sein. Hier ist es ebenfalls dann erforderlich, einen Profi oder Installateur zu beauftragen. Auch kann es daran liegen, dass der Brenner nicht mehr mit genügend Öl versorgt wird. Dadurch wird die Pumpe ebenso unzureichend versorgt. Auch hier ist dann ein Profi oder Installateur erforderlich, die dann den Brenner neu justiert.

Mietminderung bei piepender Heizung

Wenn eine Heizung über einen längeren Zeitraum sowohl störende als auch laute Geräusche von sich gibt, liegt unter bestimmten Voraussetzungen ein Grund zur Mietminderung vor. Aufgrund der DIN-Norm 4109 darf der Lärmpegel bei einer Heizung die 30 dB nicht überschreiten. Wenn dies jedoch aufgrund der Piepstöne der Fall ist, liegt eine Gebrauchsbeeinträchtigung vor. Dabei ist jedoch die Rechtsprechung nicht immer in diesen Fällen einheitlich. Häufig müssen die Mieter nachweisen, dass die in ihrer Wohnung vorhandene Heizung pfeift oder piepst, damit dann vom Richter ein Urteil gefällt werden kann.

 

Wenn es durch die Heizung in der Wohnung piepst oder gluckert, ist dies ein Mangel, der die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung für den Mieter beeinträchtigen kann. Dabei sind gelegentliche Erscheinungen, die auch zum Teil kaum wahrnehmbar sind, nicht betroffen. Wenn jedoch solche Piepsgeräusche andauernd und fortlaufend vorhanden sind, ist gemäß verschiedenen Gerichtsurteilen die Grenze der Zumutbarkeit erreicht. Dann wurde in den Gerichtsurteilen bestätigt, dass der Mieter dann seine Miete mindern kann. Dabei ist jedoch eine allgemeine Festlegung nicht möglich, weil es hier auf die vorhandene Situation im Einzelfall ankommt.

DIN Norm 4109 – Regelung der Lärmgrenzen – Grundlage für Gerichtsurteile Heizung piept sehr laut

Die DIN 4109 wird bei einigen Urteilen als Grundlage genommen. Aufgrund dieser DIN Norm dürfen Heizungsanlagen (in der DIN-Norm wird von haustechnischen Anlagen gesprochen) keine höheren Schallpegel als 30 dB (A) hervorrufen. Wenn diese Schallpegel-Norm nicht eingehalten und überschritten wird, liegt eine Gebrauchsbeeinträchtigung vor. Deshalb wird die DIN-Norm bei verschiedenen Gerichtsurteilen als Messlatte verwendet.

Einzelfälle bei einzelnen Gerichtsurteilen

Wie bereits erwähnt, gibt es hier bei der Rechtsprechung keine einheitliche Vorgehensweise. Trotzdem werden von den Richtern dann bei der Vorlage von einer starken Beeinträchtigung auch Minderungsansprüche durch das Gericht anerkennt. Das Problem besteht jedoch häufig darin, dass hier der Mieter den Nachweis erbringen muss und somit eine Dokumentationspflicht hat, die dann ein Richter auch nachvollziehen kann.

Beispiele

LG Darmstadt aus dem Jahr 1980 – Entstehung von Klopf- und Piepsgeräuschen in der Früh und in der Nacht; hier erfolgte eine Beweisaufnahme durch Zeugen vor Ort; Mietminderung von 17 Prozent.

 

LG Münster aus dem Jahr 2000 – Auftretende Pieps- und Klopfgeräusche Minderung der Miete 12 %.

 

LG Hannover aus dem Jahr 1994 – Ablehnung einer Mietminderung, weil die Geräusche unerheblich sind.


Kommentare

Mosbach, Carolin 3. Oktober 2018 um 15:15

Bei uns piepst es im ca. 2-Sekunden- Takt nachts zwischen 4-6 Uhr und manchmal auch tagsüber. Wir müssen immer den Power Knopf der Anlage drücken (Fußbodenheizung). Wir teilten es auch dem Vermieter mit aber nach „Reparatur“ immernoch, mittlerweile täglich. Somit haben wir auch schon den Stecker gezogen, was er auch schon vorschlag. Das Baujahr des Hauses ist 1987. Was müsste ausgetauscht werden? Oder liegt es an Druck usw.? Anfang des Jahres war es ab und zu, doch mittlerweile täglich.

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Dein Team von fireroom.de 17. Oktober 2018 um 19:06

Hallo Frau Mosbach,
eine Diagnose aus der Ferne ist uns leider nicht möglich. Wir empfehlen Ihnen die Heizung von einem Fachmann vor Ort überprüfen zu lassen.
Viele Grüße
Ihr Team von fireroom.de

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Helga 30. Januar 2019 um 17:33

Bei uns stand das Piep-Signal mit dem mangelnden Öl in Verbindung. Heizöl gießen hat geholfen! Na ja, die fachliche Beratung leistet einen guten Schutz gegen Winterkälte. Recht vielen Dank für die nützlichen Infos!

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ᐅ Die Heizung rauscht? So lösen Sie das Problem! ᐅ FIREOOM.DE 24. November 2019 um 11:01

[…] Heizung piept – Lösungsanleitung […]

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