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Was muss man tun, wenn der Heizkörper nicht warm wird?

Wenn die kalte Jahreszeit wieder ansteht, haben viele Hausbesitzer das Problem, dass der eine oder andere Heizkörper nicht warm wird. Dadurch kann es bei sehr kalten Außentemperaturen in der Wohnung oder dem Haus sehr schnell ungemütlich werden und somit haben defekte Heizkörper in kürzester Zeit schwerwiegende Folgen. Dadurch wird es möglich, dass Leitungen einfrieren oder, wenn es noch kälter wird, platzen. Deshalb sollte man als Hausbesitzer darauf bedacht sein, das die Heizkörper rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit funktionsfähig und einsatzbereit sind.

Heizkörper wird nicht warm – Überprüfung der Heizung

Wenn ein Hausbesitzer feststellt, dass der eine oder andere Heizkörper nicht warm wird, gibt es dafür unterschiedliche Ursachen. Wenn die Thermostate voll aufgedreht sind und es wird nicht warm, ist der erste Gang zur Heizungsanlage.

Wenn in der kalten Jahreszeit die Heizung noch auf Sommerbetrieb gestellt ist, kann man durch eine Änderung in der Einstellung für schnelle Abhilfe sorgen. Wenn jedoch einige Komponenten der Anlage nicht mehr ihre Funktion erfüllen und hier eine Störung angezeigt wird, sollte der entsprechende Installateur benachrichtigt werden. Dies kann dann hier für entsprechende Abhilfe sorgen.

Heizkörper wird nicht warm, weil es an dem erforderlichen Heizungswasser mangelt

Wenn die Pumpen sowie der Kessel einwandfrei ihre Funktion versehen und die Heizkörper trotzdem nicht warm werden, kann das Problem auch an einem zu geringen Systemdruck liegen. Dieser Systemdruck kann man in der Regel auf einem Manometer (befindet sich häufig in der in Kesselnähe) ablesen. Dieser Druck sollte bei einem normalen Einfamilienhaus bis ungefähr 1 bis 1,5 bar liegen. Wenn der Druck nach unten abweicht, sollte man Heizwasser nachfüllen.

Wenn der Druck jedoch trotz des Auffüllens immer weiter abfällt, liegt hier vermutlich dann eine schwerwiegendere Problematik vor. Dabei ist es möglich, dass ein defektes Ausdehnungsgefäß vorhanden ist. Dies ist daran zu erkennen, wenn es durch das Eindrücken des Ventilstiftes zu einem Wasseraustritt kommt. Ebenso können auch Undichtigkeiten im Rohrleitungsnetz vorhanden sein, die dann für den fortlaufenden Wasserverlust verantwortlich sein können. In diesem Falle muss man ebenfalls einen Installateur (Fachmann) einschalten.

Heizkörper wird nicht warm, weil die Ventile nicht richtig funktionieren und klemmen

Wenn die Heizkörper nicht warm werden, kann eine Ursache dafür sein, dass das Thermostat-Ventil klemmt. Dieses Ventil sorgt für den Heizwasserdurchfluss und setzt sich aus dem Fühlerelement, dem drehbaren Thermostadt-Kopf und einem Ventil zusammen. Wenn man das Ventil überprüfen möchte, ist es erforderlich, den Kopf des Thermostats abzumontieren. Dann stößt man auf einen Stift, der mit etwas Druckausübung im Ventil verschwindet (jedoch ohne Druck wieder von selbst herausrutscht).

Heizkörperentlüftung schafft ebenfalls Abhilfe

Wenn der Hausbesitzer feststellt, dass einige Heizkörper nicht warm werden, kann es auch an der im System vorhandenen Luft liegen. Dies wird an höher gelegenen Stellen innerhalb des Heizkörpers gesammelt und dadurch wird die erforderliche Verteilung der Heizungswassers innerhalb des Heizkörpers verhindert. Aus diesem Grund muss man die betroffenen Heizkörper entlüften. Hierbei erfolgt die Öffnung der Entlüftungsventile der davon betroffenen Heizkörper. Wenn sich dann Luft in dem Heizkörper befindet, entsteht ein zischendes Geräusch. Wenn dann Wasser aus dem Ventil kommt, ist dann die vorhandene Luft entwichen. Damit die Lüftung gut funktioniert, ist es sinnvoll dass man die Heizungspumpe abschaltet und alle Thermostate voll aufdreht.

Weitere Infos im Artikel Heizung entlüften

Hydraulischer Abgleich

Wenn einige Heizkörper nicht warm werden, obwohl alle die bereits erwähnten Punkte überprüft worden sind, kann ein hydraulischer Abgleich eventuell helfen. Dabei erfolgt eine genaue Analyse der kompletten Fließwege innerhalb des vorhandenen Heizungssystems. Ebenso werden alle Systeme auf dasselbe Druckverhältnis gebracht. Dadurch wird sichergestellt, dass sich das Heizungswasser innerhalb des Hauses in den einzelnen Heizkörpern gleichmäßig verteilt. Dabei werden dann die Heizkörper exakt mit der für sie erforderlichen Wärmemenge versorgt.

Für einen solchen Abgleich ist es erforderlich, einen Fachmann heran zu ziehen, der dann diese Analyse durchführt und gleichzeitig auch Tipps gibt, wie man Heizkosten sparen kann.

Ebenso wird eine solche Aktion auch vom Bundesamt für Wirtschaft sowie Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss von 30 Prozent der Kosten gefördert.

Austauschpflichten für Heizkessel

Vom Gesetzgeber wird der Austausch von Kesseln nach 30 Jahren als wirtschaftlich sinnvoll betrachtet. Häufig erfolgt durch eine Modernisierung der Heizung ein früherer Austausch. Dabei gibt es hierzu die gesetzliche Grundlage gemäß der EnEV 2009 § 10, wonach die Eigentümer von Gebäuden, in denen ein Heizkessel vorhanden ist, welcher mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen funktioniert und der Kessel vor dem 01.10.1978 eingebaut worden sind, darf dieser d nicht mehr betreiben werden.

Danach gab es noch weitere Änderungen dieser Gesetzesnovelle, wobei durch diese Änderungen die Anforderungen nochmals verschärft wurden. Seit 2015 gibt es eine Austauschpflicht für alte Heizkessel und Brenner ab 1985. Wenn Geräte ab diesem Zeitpunkt älter als 30 Jahre sind, ist ein weiterer Einsatz verboten.

Regelmäßige Wartung

Damit die oben beschriebenen Probleme nicht mehr auftreten können, ist eine regelmäßige Wartung sehr sinnvoll. Bei einer jährlichen Überprüfung (so wie beim Auto), werden solche Unregelmäßigkeiten vom Fachmann schnell festgestellt und dieser sorgt dann für Abhilfe. Auch eine solche regelmäßige Kontrolle führt häufig auch dazu, dass dann hier der eine oder andere Tipp zur Heizkosteneinsparung ebenfalls übermittelt wird. Somit werden alle Probleme bereits rechtzeitig so behoben, dass es zu keinem größeren Schaden kommen kann.